Praxis für Psychotherapie Nadja Lehmann

"Heilung ist immer Selbstheilung..."

Wie ensteht Gesundheit? Der Begriff Salutogenese (Entstehung von Gesundheit) ist als Antwort auf die vorherrschende, auf die Entstehung von Krankheit bezogene Sicht- und Forschungsweise unseres Medizinsystems in die Wissenschaft gebracht worden. Es ist wichtig und notwendig, dass wir unseren Blick in Heilungsprozessen vorwiegend darauf richten, was uns gut tut, stärkt und entspannt.

Diese beiden Fragen entsprechen grundlegenden menschlichen Motivationsmodi, die durch die Hirnforschung auch belegt wurden: Dem Annäherungsmodus (Was tut mir gut?) und dem Vermeidungsmodus (Was tut mir nicht gut?). Wichtig ist es, den Bewusstseinsaspekt zu stärken, der diese beiden Modi organisiert: Den Beobachter, bzw. den neutralen Bewusstseinsmodus.

Dieses Zusammenspiel von Annäherung und Vermeidung, von Lust und Unlust ist bei jedem Menschen ganz einzigartig und individuell gebahnt und organisiert. Schon aus diesem Grund kann es keine "allgemeingültige" Präventionsarbeit geben: Was für die eine Person sinnvoll und heilsam ist, kann für die andere Person "Mehr desselben" bei der Aufrechterhaltung eines Problems sein.

Jeder Mensch versucht in seinem Leben in allen Systemen seines Daseins die größtmögliche Stimmigkeit herzustellen. Wir streben nach guten Beziehungen und nach guten Lösungen. Dieses Streben lässt sich unterstützen. Wichtig ist dabei allerdings zunächst einmal die unglaubliche Schönheit und Intelligenz eines jeden Lösungsversuches wertzuschätzen. Und den Ausdruck von tiefer Liebe darin wahr zu nehmen. Erst in einem Raum, in dem alles Platz hat und mit Liebe gesehen wird, kann sich das Neue entfalten. Deswegen ist Gesundheitsarbeit zunächst immer erst Arbeit an der eigenen Fähigkeit, allem Menschlichen in sich selbst Raum geben, es tief umarmen zu können.

Salutogenese+Pathogenese: Entscheidend ist letztlich die "-genese", bzw die Genesis (grch.), die Entstehung, die Geburt, der Prozess des Lebendigen. Auch im in dem deutschen Wort Genesung ist in der indogermanischen Wortwurzel der Gedanke der Geburt und auch der Nahrung enthalten. Gesundheit als etwas, das wir (nur) nähren können.

"Einladen, Ermutigen, Inspirieren", das sei das Einzige, was man wirklich für das Gelingen der Gesundheit tun könne, behauptet der Hirnforscher Gerald Hüther.

In diesem Sinne lassen sich heilsame, liebevolle, kreative und inspirierende Räume und Beziehungen denken und gestalten. Die dem Lebendigen Raum geben.

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